← Zurück zur Übersicht2026

Lisa Palmes, Lothar Quinkenstein

Lisa Palmes© Prywatne (ZVG)
Lothar Quinkenstein© Grzegorz Lityński

„Das Jahr 2026 wird als eine markante Zäsur in die Geschichte des Usedomer Festivals eingehen. Ab diesem Jahr werden die Usedomer Literaturtage grenzübergreifend und umfassen nicht nur den deutschen, sondern auch den polnischen Teil der Insel und setzen somit neue europäische Maßstäbe der Zusammenarbeit. Der Wunsch der Veranstalter ist es, dass das Festival ein gemeinsames Gut aller Einwohner der Insel Usedom wird – sowohl auf der polnischer als auch auf der deutschen Seite – und die Insel selbst zu einem europäischen Territorium, gastfreundlich und offen für alle. Und es gibt einen weiteren Grund, der 2026 zu einem besonderen Jahr in der nunmehr 18-jährigen Geschichte des Festivals macht. Dieses Jahr rufen wir einen neuen Preis ins Leben, der die beste, interessanteste und wesentlichste Übersetzung eines Prosawerks aus einer Fremdsprache ins Deutsche würdigt. Die ersten Preisträger wurden nach einem einstimmigen Urteil der Jury ermittelt. Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein werden für die erste vollständige und adäquate Übersetzung eines der größten und wichtigsten Meisterwerke der europäischen Prosa des XIX Jahrhunderts ausgezeichnet, eines Denkmals des bürgerlichen Romans, von gleicher Größe und Bedeutung wie Anna Karenina, Madame Bovary, Effi Briest wie auch Rot und Schwarz oder Buddenbrooks. „Die Puppe“ erzählt die missglückte Liebesgeschichte eines Idealisten und zeichnet gleichzeitig ein Panorama Warschaus und einer mitteleuropäischen Gesellschaft in ihrer damaligen Entwicklung. Die meisterliche Übertragung von Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein (beide übrigens Preisträger des Karl-Dedecius-Preises) dieses monumentalen Werks der polnischen Sprache von Boleslaw Prus setzt neue Maßstäbe in der Übersetzungskunst und erinnert uns an die nie nachlassende Kraft der literarischen Klassik, die in dieser erstklassigen Neuübersetzung neue ungeahnte Facetten zeigt, mit neuen Bedeutungen und Aktualitäten glänzt und gleichzeitig die polnische Geschichte den deutschen Leserinnen und Lesern näher bringt. Transnational, grenzüberschreitend und europäisch."

Der Usedomer Übersetzerpreis wird ab 2026 jährlich vergeben und ist mit 3.000 EUR dotiert. 2026 wird der Preis geteilt.

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